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STC konnte Heimvorteil nutzen

 

Nach vielen Monaten der Abstinenz und der ein oder anderen Verschiebung des Starts aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie ging es am vergangenen Wochenende endlich wieder los. Die Medenrunde startete – und das mit einem aus Sicht des STC Semd sehr guten Ergebnis.

Der Grundstein für das erfolgreiche Wochenende wurde bereits am Freitag gelegt, als viele helfende Hände dem Aufruf des Vorstandes folgeleisteten, und die Anlage für die bevorstehenden Spiele auf Vordermann brachten. „Schön habt ihr´s hier“, das waren mit die ersten Worte der drei auflaufenden Gastmannschaften am Samstag und Sonntag – und mit einem solchen Lob im Rücken, lässt es sich doch gleich viel befreiter aufspielen.

Bereits am Samstagvormittag empfingen die U18-Junioren ihre Gäste aus Ober-Ramstadt. Die Truppe um Mannschaftsführer Finn Simonis (Jonas Frank, Noah Seibert, Joshua Schwarz, Noah Warschewski, Christian Wolff und Julian Mauß) war breit aufgestellt und konnte bei der Besetzung der vier Einzel- und zwei Doppelpartien aus dem Vollen schöpfen. Durch eine tolle Mannschaftsleistung schafften es die Jungs dann auch, nicht nur das ein oder andere Spiel, sondern den gesamten Spieltag für sich zu entscheiden. Mit einem 4:2 (9:4 Sätze, 62:45 Spiele) setzte man sich am Ende durch – sogar ein 5:1 wäre möglich gewesen, doch leider ging das letzte Doppel im entscheidenden Match-Tiebreak knapp mit 6:10 verloren.

Damit war Tennis im Semd aber noch lange nicht zu Ende – direkt im Anschluss an die Runde der U18 schlugen die Herren 55 gegen die Mannschaft aus Bergen-Enkheim auf. Besonders hier wurde hochklassiges Tennis geboten, nachdem die Mannschaft in der vergangenen Saison in die Verbandsliga aufgestiegen war. Daher war neben den zahlreichen Zuschauern auch die komplette U18-Mannschaft zur Unterstützung geblieben. Neben diesem tollen Bild stimmte aber auch das Ergebnis. Nach den ziemlich ausgeglichenen Partien stand ein 5:1 (11:3 Sätze, 67:48 Spiele) zugunsten der Mannschaft (Frank Völker, Daryoush Amirzadeh Asl, Leo Simon und Günther Lehr) auf dem Ergebniszettel und spülte sie damit auch gleich auf Platz 1 der aktuellen Tabelle. So kann es gerne bleiben, wobei der Rest der Saison noch die ein oder andere harte Partie mit sich bringen wird.

Am darauffolgenden Sonntag ging es gleich am Morgen weiter – diesmal begrüßten die Herren 40 die Gegner aus Heppenheim in Semd. Und auch an diesem Spieltag ging es heiß her, denn gleich drei der sechs zu spielenden Partien mussten nach vorherigem Satzausgleich im Match-Tiebreak entschieden werden – und hier zeigten die Gastgeber aus Semd eine besondere Stärke, denn alle drei fielen zugunsten der Heim-Mannschaft (Thomas Krasemann, Mathias Hamann, Stefan Simonis, Martin Höpfner und Stefan Waldmann) aus. Dass es am Ende dann „nur“ zu einem 3:3 (6:9 Sätze, 60:75 Spiele) reichte war auch dem Umstand geschuldet, dass eines der Doppel verletzungsbedingt nach dem Ende des ersten Satzes abgegeben werden musste. Etwas kurios ist auch, dass alle drei Partien der Bezirksliga A mit einem Unentschieden zu Ende gingen. Damit sind aktuell alle Mannschaften punktgleich und damit für die kommenden Spiele alles offen.

Auch die Damen 30 hatten ihren ersten Spieltag in dieser Saison – entgegen der anderen Mannschaften des Vereins aber nicht zu Hause. So ging es früh morgens nach einem kollektiven Corona-Selbsttest auf den Weg nach Bickenbach, um sich dort einer schier unlösbaren Aufgabe zu stellen. Die Ligeneinteilung lies den Semmer Damen (Nadine Niebel, Wiebke Simonis, Faye Döhler, Tanja Sahm und Sabine Hafner) die Ehre zuteil, sich mit Gegner auseinanderzusetzen, die durch die Bank zwischen 5 und 10 (!) Spielstärken höher eingruppiert waren. Das Endergebnis von 0:6 (0:12 Sätze) war daher keine echte Überraschung. Vielmehr konnte man aus den immerhin 13 gewonnen Spielen dann doch auch etwas Positives ziehen. Sicher, auch die noch kommenden Gegner sind auf dem Papier ausnahmslos stärker, allerdings nicht so gravierend wie es bei den Konkurrentinnen aus Bickenbach der Fall war.

Bereits am kommenden Wochenende geht es weiter. Die U18 darf am Samstag nach Darmstadt und die Herren 55 absolvieren gleich ihr nächstes Heimspiel gegen die Gäste aus Eltville - Aufschlag ist um 14 Uhr. Am Sonntag werden auch die Damen 30 erstmal in dieser Saison als Gastgeberinnen die Mannschaft aus Nauheim empfangen – die Herren 40 treten in Nieder-Ramstadt an - beide Spiele beginnen um 9 Uhr.